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"Gott segne die Musik"
von Marc Philipp Meyer

Wenn es danach geht, dann haben die drei Musiker von Errorhead für sich den Heiligenschein gepachtet. Der Sound ist progressiv - der Bass donnert, die Drums knallen und atmosphärische Gitarrenklänge singen und versetzen 100 Besucher im Kaiserkeller in Trance.

Errorhead, der Name der Band um den berühmten Gitarrenvirtuosen Marcus Deml, ist Programm. Ihr Stil ist selbst kreiert. „Wirrkopf“ heißt Errorhead übersetzt und ist als Sinnbild für ihren Gitarristen auserwählt worden, da dieser die unglaublichsten Ideen und Techniken auf seiner Gitarre möglich macht! Marcus Deml ist einer der angesagtesten E-Gitarristen in Europa! Vom „Guitar Player Magazin“ wurde er 2005 zum drittbesten Gitarristen ausgezeichnet. Und das zu recht: Sein Sound ist einzigartig. Der in Deutschland aufgewachsene und in LA studierte Musiker ist ein Virtuose an den Saiten und ständig auf der Suche nach neuen Sounds und Techniken. Diese präsentierte er am Mittwoch einem begeisterten Publikum im Kaiserkeller.

Der Musikstil und Marcus Songwriting sind ein Hybrid aus mehreren Musikstilen und eigener Virtuosität. Seine Inspiration schöpft er aus den unterschiedlichsten Musikstilen: Von Jimmy Hendrix über John Scofield bis zu Coldplay. Selber hat er schon für Nena und die Band Snap Gitarre eingespielt. Diese Vielfalt an Musikfarben erkennt man in seinem Stil. Errorhead ist feinste Gitarrenmusik und ihr Stil Einzigartig. Marcus bringt seine Gitarre zum Singen und Kreischen und erzählt dem Publikum mit seinem Gitarrenspiel Geschichten, die er mit unglaublich witzigen und extremen Gesichtsausdrücken schmückt. Der Spaß am Musizieren steht ihm direkt ins Gesicht geschrieben. In Dead Or Alive klingt seine Gitarre wie ein Schießgewehr; er selbst sagt, es sei sein individueller „Star Trek Lazer-Gun-Sound“. Die Bühne ist voller Effekte, die Gitarre kommt nicht wie üblich aus einer Box, sondern gleich stereo über zwei Gitarrenboxen. Bombastisch ist das Klanggemisch, das die drei Musiker heute Abend produzieren. Ihr Entertainment und ihr grooviges Zusammenspiel sind vom Feinsten und man merkt heute Abend sind wirklich richtige Profis am Werk.

Frank Itt, der Basser zählt zu den Besten in Deutschland. Seit 2003 lehrt er an der Mannheimer Popakademie und kümmert sich um den Bassnachwuchs. Seine Soli strotzen vor Kraft und Einfühlungsvermögen. Frank verschmilzt förmlich mit seinem Instrument, spielt unglaublich schnelle Läufe mit den verschiedensten Techniken. Die Dynamik seines Spiels wechselt ständig, die Zuschauer sind gebannt und seine Slappings kulminieren bis zur völligen Ekstase. Standing Ovations gibt es für die Musiker.

Ganz besonders für den Detmolder Ausnahmedrummer Zacky Tsoukas. Mit zwei fast zehn Minuten langen Soli bei dem Hendrix Cover Third Stone Of The Sun und dem Original Message Of Love hält er das Publikum in Atem. Zacky eskaliert förmlich an seinen Drums. Die Double Bass spielt er ultraschnell, virtuos beherrscht er alle möglichen Drumtechniken, füllt den Sound ausgzeichnet und ist dabei tight wie ein Uhrwerk. Seine Sticks wirbeln schneller durch die Luft und über die Toms als man gucken kann.

Errorhead sind eine Zeitreise in ganz andere, neue musikalische Welten. Besonders von dem unglaublich individuellen Gitarrensound sind die Besucher im Kaiserkeller so fasziniert, dass sich nach dem Konzert eine Traube Gitarrenverückter um den Künstler schart und ihn nach seinen Effekten und Techniken ausfragt. Selbst eine halbe Stunde nach Konzertende kommt die Menge nicht aus dem Staunen heraus – Marcus zeigt sich interessiert, kümmert sich bestens um seine Fans, zu denen sicher seit heute Abend alle gehören werden. Zu faszinierend und innovativ ist die Musik von Errorhead, die ohne Gesang auskommt, keine Minute langweilig wirkt, sondern sich von ihrer Bandbreite jede Minute länger ins Unermessliche steigert. Die Götter müssen verrückt sein – sie sind Musiker – und Musik ist einfach die schönste Sache der Welt!